Titanic Unglück Einige Fakten

Hier einige Fakten über die Nacht, in der das Unglück geschah. Nicht alles über die letzten Stunden an Bord der Titanic ist zweifelsfrei bekannt, aber einige Tatsachen sind belegt.
Siehe auch Chronologie Untergang der Titanic

Kein Mond erhellt die Unglücksstelle

Untergang der TitanicIn der Unglücksnacht vom 14. auf den 15. April 1912 scheint kein Mond und so ist es beim Untergang besonders dunkel. Es ist windstill in diesem Teil des Atlantiks und so gibt es keine Wellen, die sich an Eisbergen brechen können. Ansonsten wäre der Eisberg wohl auch schneller bemerkt worden.

Im Ausguck stehen zwei Männer, die Ausschau nach Eisbergen halten sollen. Ein Fernglas haben sie allerdings nicht. Dabei gab es Eisbergwarnungen für die Strecke.

Am letzten Abend an Bord der Titanic wird in der ersten Klasse gut gegessen: Es gibt ein Elf-Gänge-Menü mit allem was dazu gehört: Lachs, Trüffelleberpastete, Spargelsalat, gebratene Täubchen und französischer Vanillecreme.

Die Katastrophe wird von einem einzelnen Eisberg ausgelöst.

Kein Alarmsystem an Bord der Titanic

Es gibt zwar mehr als tausend Klingeln an Bord, damit die Passagiere, insbesondere in der 1. Klasse, jederzeit einen Steward herbeirufen können. Ein Alarmsystem hingegen wurde auf der Titanic nicht installiert. Die Passagiere in der 3. Klasse bemerken die drohende Gefahr durch eindringendes Wasser. Ansonsten gibt es während der ganzen letzten Stunden vor dem Untergang keine allgemeine Warnung für die Passagiere.

Nur zehn Minuten nach der Kollision mit dem Eisberg dringt bereits unter den Türen der Passagiere in der Dritten Klasse Wasser ein. Zu diesem Zeitpunkt ist man sich auf der Brücke selbst noch nicht so ganz im Klaren, dass der Untergang des Schiffes bevorsteht.

In der ersten Klasse dauert es allerdings lange, bis der Ernst der Lage klar wird. So sollen sich Passagiere am abgeschürften Eis auf dem Vordeck bedient haben, um es sich als Kuriosität zu zeigen.

Notrufe erst nach einer halben Stunde

Bevor der Kapitän Befehl gibt Notrufe abzusetzen informiert er die Passagiere der 1. Klasse. Und so dauert es eine halbe Stunde, bis die Titanic mit Morsezeichen Notrufe sendet. Es gibt zwar 36 Notraketen an Bord der Titanic, die werden aber nicht im vorgeschriebenen Abstand von einer Minute abgefeuert und es werden nur acht eingesetzt. Und die Notraketen der Titanic werden auf dem nächsten gelegenen Schiff, der Californian zwar gesehen, aber ihre Bedeutung nicht erkannt. Und da auf der Californian der Funker bereits in der Koje liegt, wird auch der Notruf nicht empfangen. Die Californian ist nur 18 Seemeilen vom Unglücksort entfernt, die RMS Carpathia muss eine drei mal so lange Strecke bis zum Unglücksort zurücklegen und trifft erst knapp zwei Stunden nach dem Untergang der Titanic ein.

Menschen an Bord der Titanic

An Bord der Titanic befinden sich 2224 Menschen. Es gibt nur Platz für 1178 Menschen in den Rettungsbooten. Weitere Boote waren zwar geplant, wurden aber auch aus optischen Gründen dann nicht eingebaut. Die Reederei wäre nur verpflichtet gewesen Rettungsboote für 756 Menschen zur Verfügung zu stellen. Denn vor dem Unglück richtete sich die Zahl der vorgeschriebenen Rettungsboote auf einem Schiff nicht nach der Passagierzahl sondern nach dem Gewicht des Schiffes.

Rettungsboote an Bord der Titanic

Insgesamt sind es 20 Rettungsboote: 16 sind stabile Holzboote, auf denen jeweils 65 Menschen Platz finden können, dazu kommen vier zusammen faltbare Notboote. Zu Beginn der Ausbootung sind die meisten dieser Rettungsboote nur knapp gefüllt. Gründe gab es einige: Zu Beginn der Rettung wollten einige Passagiere lieber auf dem Schiff bleiben als ihr Leben Nußschalen anzuvertrauen, dann gab es einige Offiziere die wirklich nur Frauen und Kinder auf die Rettungsboote ließen und es wurde zudem befürchtet, dass die Boote gar nicht so viele Menschen aushielten und bei zu Wasser lassen zerbrechen könnten bei voller Belegung.

Ausgebucht war die Titanic bei ihrer Jungfernfahrt nicht. Auf dem Schiff hätten auf der Fahrt von England über Frankreich und Irland bis nach New York noch gut 1000 Passagiere mehr Platz gefunden.

Bis wenige Minuten vor dem Untergang war es die achtköpfige Bordkapelle, die versuchte mit dem spielen von heiteren Stücken Panik unter den Passagieren zu verhindern. Keiner der acht Musiker überlebte. Ähnlich Heldenhaft verhielten sich auch die Maschinisten im Buch der Titanic, erst kurz vor dem Untergang gingen die Lichter aus, so lange gelang es noch durch Befeuerung die Energie aufrecht zu erhalten.

Nach dem die Titanic untergegangen ist treiben im eiskalten Wasser des Atlantiks Überlebende. Diese haben keine Chance und sterben an Unterkühlung. Etwa 40 Minuten lang waren wohl noch Hilfeschreie zu hören, um diese zu übertönen, werden von den Überlebenden in einigen Rettungsbooten Lieder gesunken.


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